Meissener Porzellan

Gold! Weißes Gold!

Aufregende Zeiten auf dem Meißner Burgberg! Kurfürst August der Starke hatte in seinem Dekret von 1710 den Aufbau einer Porzellanmanufaktur verfügt! Zwei Jahre zuvor war seinem Hofalchimisten Johann Friedrich Böttger geglückt, was dessen Kollegen anderswo fieberhaft versuchten: Porzellan herzustellen. Denn das Luxusgut aus Ostasien verzauberte seit Jahrhunderten an den Höfen Europas – und leerte die Staatskassen bedenklich schnell. So sprach man bald vom „weißen Gold“, wenn es um die edlen Preziosen aus Meißner Fertigung ging. Auch ein Erkennungszeichen war bald gefunden: Zwei gekreuzte sächsische Kurschwerter in unverwechselbarem Blau.

 

Eine Burg aus den Fugen

Es brauchte nur kurze Zeit, bis sich auf der Albrechtsburg alles nur noch ums Porzellan drehte, zeitweise sollen mehr als 700 Menschen auf dem Burgberg beschäftigt gewesen sein. Es stampfte, hämmerte und knirschte im Takt der Mahl-, Schleif- und Pochwerke – alles im Auftrag des Kurfürsten. Die Kehrseite dieses Erfolgs: Über die Jahrzehnte wurde die Belastung für das historische Gemäuer immer größer und bald drohten Schäden an der Bausubstanz. Ein neues Domizil musste gefunden werden.

 

Neuanfang im Triebischtal

Im Jahre 1863 war es soweit: Das neue Gebäude im Meißner Triebischtal wurde eröffnet, die Produktion lief wieder an. Längst war MEISSEN zu einer Weltmarke geworden und das Porzellan mit den blauen Schwertern schmückte die Tafeln vieler Herrscherhäuser und des wohlhabenden Bürgertums. Daran hat sich im Prinzip bis heute nichts geändert, obgleich die Produktpalette von MEISSEN wesentlich größer geworden ist und neben Schmuckkreationen auch viele andere Bereiche des gehobenen Lebensstils umfasst.

 

Große Augen für winzige Motive

Wie die berühmten Formen und Dekore entstehen, erleben Besucher der Manufaktur-Schauwerkstätten aus nächster Nähe. Genau können sie verfolgen, wie hochspezialisierte Handwerker mit ruhiger Hand winzige Teile in Form bringen und zusammenfügen. Große und kleine Gäste sehen staunend, wie feinste Muster in absoluter Präzision auf Tassen oder Tellern entstehen – eine faszinierende Welt höchster Kunstfertigkeit!

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Porzellan-Manufaktur Meissen

Porzellan-Manufaktur MEISSEN

Im Jahr 1710 ließ August der Starke eine Porzellan-Manufaktur in Meißen errichten – der Beginn einer Erfolgsgeschichte, die bis heute andauert.

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