Rund ums Pferd

Hoch zu Ross

Flotter Trab durch die Geschichte

Seit Jahrhunderten sind die Wälder rund um Dresden ein beliebtes Ziel für Reiter: Herrschaftliche Jagdgesellschaften waren hoch zu Ross in den Forsten unterwegs, aber auch all jene, die sich ein Pferd für die schnellere Fortbewegung leisten konnten. An Reiz haben die Wälder des Elblands seither nichts verloren, wenngleich die Reiter heute nur noch zu ihrem Vergnügen unterwegs sind – und unbewaffnet. Dabei passieren sie Jagddenkmäler aus dem 16. Jahrhundert und folgen vielfach jenen Wegen, die Heinrich von Cotta vor fast 200 Jahren in Sachsen anlegen ließ.

Drei Wälder auf vier Beinen

Reitwege im Wald sind in Sachsen eindeutig mit einem Pferdekopf-Schild gekennzeichnet. Wer diesem Zeichen rund um Dresden folgt, kann die neue „Dreiwäldertour“ genießen. Sie führt nördlich der Stadt durch die Laußnitzer Heide, den Moritzburger Wald und die Dresdner Heide. An den Strecken finden Wanderreiter Dienstleister für Pferd und Reiter, Reiterhöfe und Gastronomieangebote, die auf zwei- und vierbeinige Gäste eingestellt sind.

Zwei Tour-Highlights

Die Dreiwäldertour ist in zwei Rundtouren von jeweils rund 70 Kilometer Länge unterteilt, die beide in Tauscha beginnen und enden. Dabei führt die etwas kürzere „Heide-Tour“ beispielsweise über Königsbrück, Lomnitz und Liegau- Augustusbad. Fürstliche Grenzsteine säumen hier die Reitwege, zudem ein markanter Granitobelisk sowie die Wasserschlösser von Wachau und Seifersdorf. Die Strecke der „Friedewald-Tour“ führt durch Weinböhla und rund um Moritzburg durch den Wald und über Würschnitz nach Tauscha zurück. Unterwegs kann der Reiter den Anblick des Renaissance-Wasserschlosses Zschorna aus dem Jahr 1537 genießen und natürlich die Moritzburger Teichlandschaft. Darin das berühmte Jagdschloss von August dem Starken und das zauberhafte Fasanenschlösschen. Ist noch Zeit für einen Spaziergang, lohnt eine Runde durch das Wildgehege Moritzburg.